Kultur- und Geistesgeschichte – Proseminar:
„Denn alle Lust will Ewigkeit“. Perspektiven zur
Gleichberechtigung in Liebe und Tod [WS 2003/04]
[auch anrechenbar für genderspez. LV & Schwerpunkt:
Gender Studies]
Dienstag, 11:00-14:00, Seminarraum Kulturgeschichte (Franz-Josefs-Kai
5/1/9)
Blocktermine 14tägig, genaue Daten in der Vorbesprechung
Siegrid Düll
Institut für Kunst- und Kulturwissenschaften -
Kunstpädagogik / Kultur- und Geistesgeschichte
Tel: 71133-6501 Fax: 71133-6509
Ausgehend von Garbbildern und Grabtexten europäischer Friedhfe werden biographische Fakten, Briefe verliebter Paare, aber auch Beispiele der Lyrik von Ingeborg Bachmann, Ricarda Huch, Else Lasker-Schüler, Gabriella Mistral, Christina Georgina Rossetti oder Nelli Sachs im Rahmen der Gender-Forschung Gedichten von Baudelaire, Heine, Nitzsche, Rilke, Verlaine oder Oscar Wilde gegenüber gestellt und nach einem gemeinsam zu erarbeitenden Erwartungs-Kodex beurteilt. Die Szene wechselt zwischen Melancholiekult, Schauerroman und Ratio confusa für das Idol der Liebe, die Ikone des Begehrens.
Entscheidend für die Bewertung sind die epochal und sozial verankerten Standorte der Betrachtung, deren unterschiedliche Perspektiven, die Lusterfahrung wahrnehmen und definieren lassen.
Termine:
1. Termin („Vorbesprechung“)
14.10.03
weitere Termine (zur angegebenen Zeit):
Einführende Literatur
allgemein: Bücher von
Philippe Ariès:
speziell:
Isolde Ohlbaum: „Denn
alle Lust will Ewigkeit“. Erotische Skulpturen von europäischen
Friedhöfen. 1986.
Giovanni Grasso / Graziella Pellicci:
Staglieno. Genua 1974.
Brief- und Gedichtsammlungen.
Created 2003-09-24